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Hoppla – Heiß - Regnerisch - Stylisch - rustikal

  • Autorenbild: Horst
    Horst
  • 4. Juli 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Wohlwissend, dass es mit fast 40 Grad der heißeste Tag des bisherigen Jahres werden würde, haben wir uns früh auf den Weg gemacht. Und ja – es wurde heiß. So richtig heiß. Die Sonne brannte und selbst der Fahrtwind fühlte sich an wie ein Föhn. Als wir dann endlich in der Lutherstadt ankamen, waren wir einfach nur froh, es geschafft zu haben.


Unsere Wohnung: eine echte Überraschung.


Diesmal gab es einen Aufzug – keine Treppenakrobatik mit Fahrradtaschen. Und dann diese Unterkunft! Stylisch bis ins Detail – mit einer Ehrlichkeitsbar, in der gekühlte Getränke warteten. Die Bezahlung? Einfach in die kleine Truhe auf Vertrauensbasis. So einfach kann es sein. Und das Treppenhaus? Rustikaler Charme trifft auf moderne Kunst: riesige Leinwände, im wahrsten Sinne des Wortes an die Wand genagelt.



Wittenberg – die Lutherstadt.


Und damit sind wir schon mittendrin: in der Stadt, die wie kaum eine andere für Wandel und Aufbruch steht. Hier schlug Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche – zumindest der Legende nach.

Und auch wenn es diesen Hammerschlag so vielleicht nie gegeben hat, so war es doch der symbolische Auftakt einer Bewegung, die nicht nur die Kirche, sondern ganz Europa verändert. In der Stadtkirche St. Marien hat Luther gepredigt. Hier wurde das erste evangelische Abendmahl gefeiert. Und wer durch die Straßen geht, spürt noch heute diese Mischung aus Geschichte, Aufbruch und Touristik.




Springbachmühle


Und als sich am nächsten Morgen die Sonne wieder zeigte, fühlte sich die Welt plötzlich ganz anders an. Der Himmel war milchig, es hing Regen in der Luft – ein feiner Niesel,


Wir haben uns auf den Weg nach Bad Belzig gemacht – und kaum losgefahren, waren wir mitten im Grünen. Fast durchgehend führte unser Weg durch Baumbestand, ein echtes Kontrastprogramm zur Weite der Elbelandschaft, die uns am Vortag noch begleitet hatte. Statt offener Horizonte stehen jetzt  Bäume Spalier, statt Wind auf freiem Feld nun das Rascheln der Blätter über unseren Köpfen.


Unser Ziel: die Springbachmühle – ein Ort wie aus der Zeit gefallen. Versteckt im Wald. liegt diese historische Mühle mit ihrem alten Wasserrad, das  gleichmäßig seine Runden dreht. Es ist dieser Rhythmus, der sofort eine besondere Ruhe ausstrahlt – fast so, als würde die Zeit hier ein bisschen langsamer laufen.


 
 
 

1 Kommentar

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YU Zamany
YU Zamany
07. Juli 2025
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Tapfer und abenteuerlich, weiterhin viel Spaß und Freude

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